Category: Weblog

Google

Irgendwie ist das sehr seltsam mit Google. (Wer’s noch nicht kennt, am besten vor dem Lesen dieses Beitrags einen kleinen Film dazu anschauen.)

Google ist toll. Die Suchengine gehört immer noch zu einer der besten - trotz Spam und dergleichen, den das Problem haben die anderen (inzwischen) auch. Gmail ist auch irgendwie ziemlich cool, das Web-Interface gefällt mir da ziemlich gut und POP/SMTP gibt es inzwischen ja auch dazu. Und mehr als 2 GB Speicher. Google Maps ist schön, weil es ohne Flash/Java auskommt und relativ schnell ist. Google Suggest wird es hoffentlich bald in allen Sprachen standardmäßig geben. Die Google Groups werden auch sehr häufig benutzt und können einen Newsreader im Prinzip ersetzen. Google News ist schlichtweg genial - auch wenn es davon (noch?) keinen RSS-Feed gibt. Aber auch Aktionen wie der “Code of Summer” machen Google sympathisch. Außerdem bietet Google “Picasa” kostenlos an, ein wirklich einfach zu bedienendes Tool zur Bildverwaltung.

Andererseits finde ich es aber schon irgendwie beklemmend, wie viel Einfluss Google auf das Internet hat. Google hat Blogger.com gekauft. Google hat Keyhole (Satellitendaten), aber was will Google damit anfangen? Google kann über ihre Algorithmen (oder auch per Hand?) entscheiden, welche News wir auf Google News sehen. Google kann unsere E-Mails lesen bzw. automatisch analysieren lassen. Über die Google Desktop Search könnte Google sogar bequem auf die Festplatte zugreifen.

Momentan überwiegt für mich noch das positive, aber wenn man sich den Flash-Film anschaut, wird einem schon etwas gruselig ;-)

Dateizugriffsrechte [Update]

Nervig sind an Windows XP Home zwei Sachen: Zum einen gibt es die in Windows XP Pro eingebaute Dateiverschlüsselung nicht, zum anderen ist der Dialog zum Verwalten der Dateizugriffsrechte in Windows XP Home normalerweise nicht sichtbar. Letzters Manko kann man mit einem kleinen Programm von Reinhard Tchorz recht einfach lösen. Das Programm schaltet den Dialog, der in der Home-Variante sehr wohl existiert, frei. Normalerweise wird der Dialog nämlich nur im abgesicherten Modus angezeigt. Wer genaures wissen will, dem sei der Artikel “Freischalter” aus der c’t 10/05 empfohlen (leider nicht im Inhaltsverzeichnis aufgelistet und auch nicht online zugänglich), der auch einen manuellen Weg zum umgehen der Sperre beschreibt. Überrascht hat mich, dass der Dialog schon unmittelbar nach dem Patchen zur Verfügung stand - kein Neustart oder sonstiges Rumgenerve. Das sind ja fast unixoide Verhältnisse… ;-)

Update 29.05., 11:05 Uhr: In der aktuellen c’t, die morgen am Kiosk erscheint, ist eine Anleitung, wie man durch Verändern von zwei Bytes sein XP Home bis auf einige fehlende Funktionen in ein XP Professional verwandeln kann. Dateiverschlüsselung, erweiterte Dateifreigabe, runas mit savecred, dynamische Datenträger (RAID-Emulation), Domänenverwaltung und kompletter Benutzerverwaltung sind jetzt auch verfügbar. Man muss lediglich zwei Bytes in einer Registry-Datei auf der Installations-CD von XP Home ändern, neu installieren bzw. updaten und schon meint Windows, es wäre die Professional-Variante. Lediglich der IIS, gpedit.msc und noch einige andere Sachen fehlen, da diese nicht auf der Home-CD enthalten sind.

Webdesign auf dem Mac

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass es in letzter Zeit vermehrt coole Webdesign-Programm für den Mac gibt und dass sich die ganze “Szene” von Windows entfernt. Wie gerne möchte man doch für Programme wie Xyle scope, CSSEdit, Textmate bzw. skEdit und natürlich Safari einen Mac besitzen. Gut, ich hab die Programme aus Mangel an einem Apple-Computer noch nicht getestet und weiß nicht, ob sie wirklich etwas taugen, aber schon anhand der Screenshots und meinen bisherigen Mac OS-Erfahrungen bin ich da sehr zuversichtlich. Einige weitere Programme hat auch Wolfgang Bartelme aufgelistet. Allesamt wirklich eine Augenweide und - zumindest wenn man die Screenshots betrachtet - ziemlich leicht zu bedienen.

Überhaupt finde ich Macs sehr viel interessanter als PCs. Nicht nur wegen dem Aqua-Design (oder vielleicht doch?) sondern vor allem wegen der Einfachheit. Usability. Das liegt vielleicht daran, dass Apple sehr viel striktere Vorgaben gemacht hat als Microsoft und vor allem auch daran, dass Apple Usability vermutlich von Anfang an im Auge gehabt hat und nicht erst notdürftig noch nachgeschoben hat. So sollen Computer sein. Ich kann zwar auch mit Windows ganz gut umgehen, kenne die Macken und Probleme die auftauchen können und die meisten Fehlermeldungen schon auswendig, aber es wäre trotzdem angenehmer, wenn einfach alles funktionieren würde und man nicht erst “rumfrickeln” muss damit alles läuft. Aber vielleicht ist es ja gerade das, was an Windows für mich auch interessant ist.

diff und patch?

Tja, das hat man halt davon, wenn man Windows benutzt. Windows kann kein diff. Gut, kann man ja nachinstallieren. diff hätt ich ja nicht unbedingt gebraucht, dafür gibts auch ein schönes Windows-Programm mit GUI. Nicht, dass ich Konsolenprogramme nicht mag, aber mit einer GUI lässt sich halt (für so ungeübte Benutzer wie mich ;-)) einfach schneller arbeiten. Naja, und vor allem unterstützt das damit Multitasking. Allerdings unterstützt WinMerge kein patch. Das heißt, ich kann zwar Patches erstellen, aber nicht andere Patches mit meinen Dateiversionen zusammenführen. Und dafür hab ich auch keine brauchbare GUI gefunden (Eclipse hat eine, die hat bei mir aber nicht funktioniert). Das wär mal ne Marktlücke…

Noch ein Box-Model-Hack

Naja, die Zeit der Box-Model-Hacks für den Internet Explorer sind ja einigermaßen vorbei. Conditional Comments sind da sicherlich die beste Methode um den Internet Explorer die für ihn passenden Maße unterzuschieben.

Allerdings gibt es manchmal Situationen in denen ein eigenes Stylesheet für den Internet Explorer zu aufwändig ist. Oder der IE braucht nur eine unterschiedliche Breitenangabe. Anstatt aber irgendwelche komischen Sonderzeichen, Selektor-Spielchen etc. zu verwenden geht’s auch mit ganz normalem CSS2:

width:250px;
max-width:200px;
padding:0px 25px 0px 25px;
Der Internet Explorer

Genau: Die maximale Breite der Box ist geringer als die eigentliche Breite. Die Box soll 200 Pixel breit sein und auf jeder Seite noch 25 Pixel Padding dazu bekommen. Also effektiv 250 Pixel breit sein. Da der Internet Explorer ja das Box Model nicht richtig implementiert hat, berechnet er - zumindest im nicht-standardkonformen Modus - die Breite der Elemente falsch. Er zieht das Padding von der Gesamtbreite ab, anstatt es zu addieren. Alle anderen Browser aber interpretieren CSS-Breitenangaben W3C-Konform.

Beispielseite

Da der Internet Explorer bis einschließlich Version 6 max-width nicht kennt, ignoriert er dies einfach und nimmt für die Gesamtbreite (orange) 250 Pixel an und zieht davon die 50 Pixel Padding ab, also 200 Pixel für den eigentlichen Inhalt (rot dargestellt). Allerdings ist es dazu nötig, dass der Internet Explorer im Quirks-Modus ist und nicht im standardkonformen Modus (den er ab Version 6 beherrscht). Dazu reicht ein XML-Prolog (< ?xml encoding="..."?>) in der ersten Zeile der Datei aus.

Alle Browser außer dem Internet Explorer

Alle anderen Browser kennen aber max-width und nehmen so für die Breite des Inhalts 200 Pixel an - und addieren noch den Padding dazu um auf die Gesamtbreite zu kommen.

In den Beispielbildern ist jeweils die erste Box ohne Padding, die Zweite mit Padding allerdings ohne Hack, die dritte Box mit Padding und dem max-width-Hack.

Simpel, aber effektiv.

Picasa

Picasa

Heut hab ich mir mal Picasa 2 angeschaut. Die Software gibts schon länger und ist von Google aufgekauft worden und (AFAIK) seitdem kostenlos. Picasa ist ein Bildverwaltungsprogramm, im Prinzip so wie Adobe Photoshop Album. Aber die Oberfläche ist einfach nur genial. Ziemlich schnell, mit aufwändigen Grafikeffekten und alles schön antialiased. Auch die Bedienung geht recht einfach. Wer noch ein Programm für seine anwachsende Digitalbildersammlung braucht, ist mit Picasa sicher nicht schlecht beraten.