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Medienverbot

Nach dem Handyverbot an Bayerns Schulen folgt jetzt offenbar das komplette Medienverbot. Neben MP3-Playern sind auch Diskmans und Walkmans verboten. Also müssen die Hersteller halt auf andere Audioformate wie AAC, Ogg usw. umsteigen.

Das Verbot wird verständlich, wenn man sieht, wie viele Schüler an unserer Schule in der Pause Pornos auf ihren Walkmans anhören. Außerdem fordere ich, dass sämtliches Medien in Druckform verboten werden, also Hefte, Zeitschriften, Bücher usw. Denn auch darin kann man jugendgefährdende Schriften verbreiten. Und bei der Gelegenheit müssen unbedingt auch jegliche Schreibgeräte abgeschafft werden. Mit denen kann man nämlich z.B. auf Tische jugendgefährdende und/oder gewaltverherrlichende Inhalte malen.

Das schwerwiegendste Problem an bayerischen Schulen sind aber die Schüler und Lehrer selbst. Denn nur wo Menschen sind, können auch jugendgefährdende und/oder gewaltverherrlichende Schriften genutzt werden. Also weg damit.

Ronny statt Spreadshirt

Ich finde ja Spreadshirt nach wie vor gut gemacht und auch sehr praktisch. Besonders die Newsletter sind häufig doch recht lustig - zumindest treffen sie meinen Humor. Aber Spreadshirt ist doch oft recht teuer… Ein bedrucktes T-Shirt (Flex) bekommt man nicht unter 14 Euro. Und da kommt dann noch der Versand dazu.

Aber ich habe eine Alternative gefunden, auf die mich der Ex-Blogger turncoat aufmerksam gemacht hat: Den Ronny Textilservice. Die haben meine Vorlage genommen, die Spreadshirt nicht genommen hat. Die Produktauswahl an Textilien ist deutlich größer, die Preise geringer als bei Spreadshirt.

Ich habe mir zwei T-Shirts bestellt, eins davon bedruckt und eins nicht. Insgesamt habe ich dafür 15,80 € bezahlt - inklusive Versandkosten. Und auch wer sich nur ein einziges T-Shirt bedrucken lassen will, zahlt inklusive Versandkosten knapp 11,50 €. Ich bin auf jeden Fall zufrieden, auch mit der Druckqualität, und werde dort wieder bestellen. Übrigens ist der Laden auch gut, wenn man einfach mal nur unbedruckte T-Shirts oder Hoodies haben will. Findet man in Läden nämlich immer seltener.

Nachtrag: Hab ich fast vergessen: Man kann bei Ronny auch auf Rechnung bestellen, sogar bei der ersten Bestellung. Das findet man nicht mehr häufig in Zeiten von Kreditkarte, Vorkasse und Nachnahme.

Handyverbot

Wie heise und Spiegel Online melden, hat der bayerische Landtag das Handyverbot an bayerischen Schulen abgesegnet. Nur: Was bringt das bitte?

Meiner Meinung nach gibt es da mehrere Probleme: Wer kontrolliert die Einhaltung? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es zwei Lehrer (wie bei uns) auf dem ganzen Schulgelände (Pausenaufsicht) so etwas sicherstellen können. Es ist halt schlicht unmöglich. Und wenn man in der Pausenhalle nicht telefonieren/Musik hören kann, dann eben auf der Toilette. Oder sonstwo.

Außerdem kann man ja nicht nur mit Handys Videos abspielen. Da gibt es zum Beispiel PDAs, PSPs oder auch iPods. Zugegeben, über iPods kann man nicht per Bluetooth tauschen, über die anderen beiden aber schon. Und sie haben sogar eine deutlich größere Auflösung und bessere Qualität als die winzigen Briefmarkenfilmchen auf Handys. Mir ist klar, dass deutlich weniger Schüler so ein Gerät besitzen, aber es gibt trotzdem genug.

Und vor allem: Ich würde sagen, dass die wenigsten Schüler überhaupt daran gedacht haben, sich auf ihr Handy Pornos oder Gewaltvideos zu laden. Erst jetzt durch diese Diskussion sind viele darauf aufmerksam geworden. Und ein Verbot des Ganzen macht es natürlich noch zusätzlich attraktiv.

Vielleicht sollte man am Eingang jeder Schule ein paar Wachmänner postieren, die jeden Schüler auf illegale, pornografische oder gewaltverherrlichende Abbildungen, Zeitschriften, Videos usw. durchsuchen bevor er das Schulgelände betritt. Nur so kann der Bildungsauftrag gewährleistet sein. Schließlich darf es nicht sein, dass die Möglichkeit besteht, dass Schüler so etwas in die Schule mitbringen. Und bei der Gelegenheit kann man auch gleich die Bibel verbieten. Die enthält ja (neben einigen sinnvollen und richtigen Weisheiten) auch eine ganze Menge an gewaltverherrlichenden und verfassungswidrigen Texten. Aber dagegen protestiert in Bayern natürlich niemand.

Mikrofonfiepen

Gut, meine Onboard-Soundkarte hat nie viel getaugt. Aber von einer richtigen Einbaukarte kann man eigentlich schon erwarten, dass sie piepsfreie Töne von sich gibt. Tut meine aber nicht. Das hört sich dann so an. Oder muss man da irgendetwas machen, damit das aufhört?

Informationsbegrenzung

Wir wissen zu viel. Besonders in der Wikipedia ist mir das aufgefallen. Sagen wir mal, ich will mich kurz und knapp über ein Thema informieren. Ich habe irgendwo ein Wort, einen Begriff aufgeschnappt, den ich noch nie gehört habe. Wikipedia kennt ihn, sehr gut. Aber Wikipedia weiß nahezu alles zu diesem Begriff. Viel mehr, als mich eigentlich interessiert. Da wird dann bildschirmseitenweise zu diesem Thema philosophiert, ellenlange Listen mit irgendwelchen - für mich - irrelevanten Dingen aufgezählt.

Und ich habe zwei Möglichkeiten. Entweder ich lesen den gesamten Artikel und weiß danach mehr als ich eigentlich wollte. Oder ich lasse es eben. Und das Lemma am Anfang jedes Artikels ist oft keine große Hilfe, da es dann doch wieder zu oberflächlich und allgemein ist. Ich finde, dass es inzwischen Zeit ist, die Informationen zu begrenzen. Man verstehe mich nicht falsch, ich bin keinesfalls für Zensur. Und ich finde auch die Wikipedia keineswegs schlecht. Im Gegenteil. Aber häufig meinen es die Wikipedia-Artikel zu gut mit der Informationsmenge.

Vielleicht sollte man eine Art Minimal-Wiki aufbauen. Pro Artikel eine Bildschirmseite. In diesem Raum muss alles wirklich wichtige zu einem Thema aufgeführt sein. Ganze Sätze brauchen wir nicht. Es reichen knappe Stichpunkte. Einheitlicher Aufbau von bestimmen Seitentypen wie beispielsweise Biographien. Ein Muss sind auch viel mehr Illustrationen und Animationen. Oft kann man einen Vorgang mit einer kurzen Animation oder Zeichnung viel besser darstellen als mit Worten. Es gibt da ja auch so ein Sprichwort.

Wer mehr wissen will, kann ja immer noch zur Wikipedia.

Buchtipp: Mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit

Mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit

Als ich die Buchempfehlung in “Bild der Wissenschaft” las wusste ich sofort - Das Buch kaufe ich mir. Und ich habe es nicht bereut. Denn in diesem Buch wird ziemlich amüsant beschrieben, wie man mit erst auf den zweiten Blick unfairen Würfelspielen betrügen kann, warum mehr Straßen mehr Staus erzeugen und wie man eine Statistik so erscheinen lassen kann, dass es ausschaut als ob alles besser werden würde obwohl in Wirklichkeit alles schlechter wurde.

Und es macht Spaß, das Buch zu lesen. Vor allem weil die Autoren nicht mit der üblichen Professoren-Leier daherkommen sondern alles so erklären, dass auch ein Laie damit klar kommt.

Hans-Hermann Dubben, Hans-Peter Beck-Bornholdt: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
Rowohlt Taschenbuch, ISBN: 3499619024